Nachmittags versuche ich zu erreichen, dass ich mit der holländischen Organisation Entwicklungshilfeorganisation nach Hezarak fahren kann. Am nächsten Tag ein zweites Mal. Holger im Büro erklärt mir, dass ich dafür aber das Okay der deutschen Botschaft bräuchte, wegen der angespannten Sicherheitslage. Nach zwei Anläufen gerate ich an einen höheren Beamten.
Am Anfang des Gespräches klärte er mich darüber auf, dass die deutsche Botschaft nichts verbieten oder erlauben würde. Am Ende des Gespräches warnte er mich davor, ohne Erlaubnis der Botschaft nach Hezarak zu fahren. Es sei allerdings gerade niemand da, der mir etwas darüber sagen könne, die zuständige Frau sei gerade in Jallalabad. Dazwischen hörte ich mir eine ganze Weile an, dass das Verfahren bezüglich meiner Anfrage doch ein ganz anderes sei. Ahnung hatte er keine, weder geografisch noch über die Sicherheitslage. Ich habe das Gespräch von mir aus irgendwann für beendet erklärt und musste nach dem Auflegen erst eine Weile laut schimpfen.
Weil ich von NGE keine Telefonnummer hatte, bin ich (mit Astrid) direkt in das NGE-Büro gefahren. Dort war außer den Wachleuten aber niemand mehr anzutreffen, deshalb sind wir zum Privathaus des Chefs der holländischen Organisation. Der wohnt mit seiner Frau in einem Haus mitten in der City. Er führte uns in sein Wohnzimmer und es wurde richtig nett. Leider war ich noch etwas abgenervt von dem Gespräch mit der deutschen Botschaft.

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