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Reinhard Schlagintweit über seine Liebe zu Afghanistan, Fehler gegenüber den Taliban und den Einsatz deutscher Soldaten

Saghar Chopan im Gespräch mit Reinhard Schlagintweit. Bereits 1958 war er in Kabul an der Botschaft tätig: Ein Interview über sein Leben als Botschaftsangestellter und seine Reise als Vorsitzender von UNICEF nach Afghanistan kurz nach der Eroberung durch die Taliban. Weitere Themen sind die Sicherheitslage im Land und mögliche Fehler der Vergangenheit gegenüber dem Talibanregime. Zum Einsatz von deutschen Soldaten insbesondere im Süden hat Schlagintweit eine gespaltene Meinung: „... auf der einen Seite ... dürfen wir nicht sagen für diese schwierigen Aufgaben sind wir uns zu gut. Auf der anderen Seite an einer Aktion mitzuwirken, wo wir nicht die politischen Bedingungen selbst ... gestalten können ... ist zuviel verlangt.

Kabul / Teheran 1979 ff.

Kürzlich erschien das Buch „Kabul / Teheran 1979 ff.,“ von Sandra Schäfer, Madeleine Bernstorff und Jochen Becker. In dem Interview mit Saghar Chopan stellt Sandra Schäfer das Buch vor, das als eine Art Fortsetzung eines Filmfestivals entstand.

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Mit zahlreichen Bildern und Beiträgen verschiedener Autoren werden die Veränderungen in Kabul und Teheran nach der iranischen Revolution 1979 nachvollzogen und gezeigt wie sich der Wandel im Medium Film präsentiert. Im Hinlick bauf die Veränderungen in den Städten sind weitere Hauptthemen des Buches die Stadtentwicklung und Migration aus Afghanistan und im Iran.

Buch: Sandra Schäfer, Madeleine Bernstorff, Jochen Becker (Hg.): Kabul / Teheran 1979 ff., b_books, Berlin

Freie Kunstszene von Kabul

In Kabul konstituiert sich gegenwärtig eine junge freie Kunstszene. Felicia Herrschaft und Philipp von Leonhardi konnten einige Künstler dieser Szene kennen lernen und einen Teil ihres Schaffungsprozesse beobachten und miterleben. Folgend haben sie mit ihnen in Deutschland in der Nähe von Frankfurt am Main eine Ausstellung organisiert. Als nächstes veranstalten sie einen Workshop in Kabul und planen die Berichterstattung mit Afghanen von der Documenta in Kassel.

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Es gibt keine Dörfer in Afghanistan – Wir müssen uns von westlich geprägten Kategorien verabschieden

Saghar Chopan im Gespräch mit Dr. Conrad Schetter. Herr Dr. Schetter beschäftigt sich im Bereich der politischen Wissenschaften mit lokalen Macht- und Entscheidungsstrukturen in Afghanistan. Der gegenwärtige Forschungsschwerpunkt liegt in der Region Kundus in Nordafghanistan: „Es geht darum wie jenseits des Staates politische Entscheidungen von der lokalen Bevölkerung getroffen werden.“

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Die Menschen Afghanistans hinter der Forschung nicht vergessen

Saghar Chopan spricht mit Dr. Yahya Wardak. Er lebt seit 14 Jahren in Deutschland und stammt aus der gleichnamigen Provinz in Afghanistan. Vor zwölf Jahren startete er das afghanische Informationszentrum www.afghanic.de.

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Afghanistan: Auf dem Weg zum demokratischen Staat

Saghar Chopan im Gespräch mit Janine Weber: Janine Weber schreibt gegenwärtig an ihrer Diplomarbeit über Afghanistan und den Weg des Landes zu einem demokratischen Staat. Anhand eines Kriterienraster untersucht sie die Situation in Afghanistan und beleuchtet verschiedene Teilbereiche wie die politischen Institutionen, die allgemeine Sicherheitslage, Einkommen der Bevölkerung und die Rolle der Korruption. Aufgrund der Sicherheitslage konnte Janine bisher keine Forschung vor Ort betreiben. Persönliche Kontakte nach Afghanistan sollen dieses Defizit ausgleichen und eine Analyse des Aufbaus unter den Kriterien der Nachhaltigkeit ermöglichen.

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Der zeitliche Horizont für eine progressive Entwicklung Afghanistan ist nach dem Einblick von Janine relativ eng. „Wir haben die Phase, dass wir viel investiert haben (ein wenig an Zeit, gemessen an der Geschichte Afghanistans), viel an Engagement, einiges an Geld (weniger für Entwicklungshilfe), aber wir befinden uns an einem sensiblen Prozess für die Menschen auch. Es muss sich jetzt in die eine oder andere Richtung entwickeln, sonst … kann es passieren, dass das Land auch wieder kippt.“

Einblicke ins Kabuler Leben, ein Ausflug aufs Land und Forschung zur Rolle von NGOs bei der Friedensbildung in Afghanistan

Für ihre Forschung über die Rolle von NGOs (Nicht-Regierungsorganisationen) in Afghanistan besuchte Tina Hennecken das Land im November 2006. Im Gespräch mit Saghar Chopan berichtet sie über ihre Herangehensweise und Schwierigkeiten bei der Recherche für die Magisterarbeit, persönliche Erlebnisse während des Aufenthalts in Kabul und die Motivation sich mit Afghanistan zu beschäftigen.

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